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Die Insel der “zwei Hügel” –  Ometepe

Die Insel der “zwei Hügel” – Ometepe

Die Insel der “zwei Hügel” – Ometepe

 

Begleite uns auf einen Kurzausflug nach Ometepe – die Insel der “zwei Hügel.” Erfahre mehr über ein Leben fernab von Stress und Hektik, was es bedeutet am Fuße eines Vulkans zu wohnen und die Vor-und Nachteile, die das dortige Leben sonst so mit sich bringt. Außerdem möchten wir dich auf ein dortiges, von uns unterstützes Projekt entführen, welches es vermag die Dynamiken dieses Ortes sehr treffend widerzuspiegeln. Also Leinen los und volle Kraft voraus!

 

 

Mit “El Ché” auf die Insel

Um nach Ometepe, oder wie von den Ureinwohnern bezeichnet, das “Prophezeite Land” zu gelangen, führt kaum ein Weg an “El Ché” vorbei. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um den ehemaligen Revolutionsführer Cubas, sondern um eine etwas in die Tage gekommene, aber dennoch robuste Fähre. Auf dieser findet man sich neben Einheimischen und Touristen so gut wie immer inmitten von aller Art Viehzeugs und diversen Lebensmitteln wieder, die ebenfalls auf die Insel geschafft werden müssen.

Die Insel an sich ist wie eine Acht geformt und besteht aus zwei Vulkanen, dem Concepción und dem Maderas. Der erstere von beiden ist noch aktiv und liegt im Norden der Insel, wohingegen der andere die Südhalbinsel bildet und fast ausschließlich von dichtem Dschungel bewachsen ist. Wer sich hier jedoch für einen Aufstieg entscheidet, wird auf der Spitze nicht nur mit einer kühlen Brise, sondern auch einer erfrischenden Lagune im Krater belohnt. Der Concepción hingegen besteht hauptsächlich aus kargem Felsstein und ist daher wesentlich schwieriger zu besteigen, wer es jedoch bis auf die Spitze schafft, hat die Chance eventuell flüssige Lava zu Gesicht zu bekommen.

 

Was macht die Insel sonst noch so Einzigartig?

Da Ometepe inmitten dem größten Binnengewässers Zentralamerikas liegt, wurde die Bevölkerung von dem langjährigen Bürgerkriegen größtenteils verschont und somit auch von den Einflüssen der Konquistadoren. Dies wird besonders deutlich, wenn man sich auf die Suche nach alten Relikten und Traditionen der Chorotega, Nahuatl und Maya Kulturen macht. So wird man inmitten von der farbenfrohen Flora und Fauna immer wieder auf verschiedene Bräuche und Religionen stoßen, die in dieser Art kaum ein zweites Mal in Nicaragua zu finden sind.

 

 

Auch wenn Ometepe immer noch als Geheimtipp gilt, ist der Wandel der letzten Jahre deutlich spürbar. Um dem wachsenden Tourismus gerecht zu werden, eröffnen in vielen Teilen der Insel rechts und links neue Unterkünfte in allen Formen und Farben. Neben den normalen Hotels haben sich jedoch auch viele Gemeinschaften gebildet, die fast zu 100% autonom leben, keinen Müll produzieren und sich für ein stärkeres soziales und ökologisches Bewusstsein einsetzen.

So auch Projekt N_N.03, welches trotz seiner noch recht jungen Geschichte, bereits viele Menschen erreicht und für die Insel und ihre Bewohner große Veränderungen gebracht hat. Wie so oft, hat alles mit einer guten Idee und einer Handvoll motivierten Menschen begonnen. Einer davon ist Roberto, den wir auf einen Kaffee in einem seiner Projekte besuchen durften.

 

Bücher, Kaffee und viele strahlende Gesichter

Wir haben Glück, gerade kommen wir noch rechtzeitig, um die letzten Minuten des Englischunterrichts mitzuerleben. Hannah, unsere Freiwillige, ist gerade dabei den Kindern die Farben und Kleidungsstücke auf Englisch beizubringen und diese dann in kurze Sätze zu verwandeln. Alle Kinder, die hierher kommen, sind freiwillig da und das merkt man auch. Es herrscht eine schöne Atmosphäre, die Kinder wollen lernen, es wird viel gelacht und alle haben ein breites Lächeln in ihrem Gesicht.

Absatz

Wie wir später von Roberto erfahren, ist dies nur ein kleiner Teil seines Projektes. Im Obergeschoss gibt es einen Computerraum sowie eine kleine Bibliothek, im Hinterhof eine Kaffeebrennerei und im Vorgarten einen großen Spielbereich für die Kinder. Damit jedoch nicht genug, Roberto hat ebenfalls durch ein Näherinnenprojekt vielen Frauen auf der Insel zu mehr Unabhängigkeit verholfen, sowie durch Ernährungsworkshops den Bewohnern etwas über ihr nutritives Verhalten beigebracht.

Der Kaffee, den er produziert, kommt selbstverständlich auch direkt aus Ometepe und wird zu 100% organisch hergestellt. In der nahen Zukunft möchte Roberto den Vertrieb weiter bis auf das Festland auszuweiten, um somit neue Gelder für seine Projekte zu generieren und die lokale Kaffeeproduktion noch stärker zu fördern. Sein Langzeitziel ist es jedoch, eines Tages alle seine Projekte miteinander zu verbinden, seine Schüler direkt mit einzubinden und den Inselbewohnern und kommenden Generationen eine bessere Zukunft bieten zu können.

 

 

 

    1 Kommentar

  1. Vielen Dank für den schönen Kurzbericht über Ometepe! Da werden Erinnerungen an meine Zeit bei ProMosaico vor 2 Jahren wach. An Ometepe und die Reise auf der Fähre von Granada im Sonnenuntergang werde ich mich ein Leben lang erinnern 🙂

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